Henry Love - Hilde Loewe
Mit dem Album von Romana Amerling „Henry Love – Hilde Loewe“ wird das Werk der Wiener Komponistin, Pianistin und Chanson-Autorin Hilde Loewe (1895–1976) erstmals in seiner Vielfalt und künstlerischen Bedeutung umfassend präsentiert. Unter dem männlichen Pseudonym „Henry Love“ schuf sie in den 1920er- und 1930er-Jahren ein bemerkenswertes Œuvre an Chansons, das Wiener Musikkultur, literarischen Anspruch und populäre Unterhaltung auf eigenständige Weise verbindet.
Ausgangspunkt des Projekts war Romana Amerlings Besuch im Wien Museum im Jahr 2025, der eine intensive Spurensuche nach sich zog. In Archiven und Bibliotheken fanden sich zahlreiche handschriftliche Noten, Skizzen und Fragmente – vieles davon bislang unveröffentlicht. Die Wiederentdeckung dieser Werke mündete in dem Wunsch, Henry Loves Musik nicht nur historisch zu dokumentieren, sondern sie klanglich wieder erfahrbar zu machen.
Hilde Loewe studierte ab 1909 Klavier an der Wiener Musikakademie und schloss ihr Studium 1914 mit Auszeichnung ab. Sie trat als Solistin, Liedbegleiterin und Chanson-Komponistin auf und bewegte sich souverän zwischen klassischem Konzertbetrieb, literarischem Kabarett und musikalischen Soiréen. Enge künstlerische Verbindungen führten sie u. a. zum Burgtheater-Schauspieler Raoul Aslan, mit dem sie mehrfach im Wiener Musikverein auftrat. Ihre Chansons basieren häufig auf populären Tänzen der Zeit – Foxtrott, Tango, Boston oder Samba – und verbinden diese mit feinsinnigem Humor, Melancholie und sprachlicher Raffinesse. Texte stammten u. a. von Fritz Löhner-Beda, Alfred Steinberg-Frank, Richard Spelling sowie von Loewe selbst.
Bekannt blieb bislang vor allem „Das alte Lied“, 1927 erstmals veröffentlicht und später von Richard Tauber, Marlene Dietrich, Rudolf Schock und Freddy Quinn interpretiert, sowie von Anton Karas im Film „Der dritte Mann“ zitiert. Der Großteil von Henry Loves bzw Hilde Loewes Schaffen geriet jedoch durch Emigration und die Brüche des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. Als Jüdin war sie ab 1934 zur Emigration gezwungen und lebte fortan in Großbritannien, wo sie bis in die 1970er-Jahre konzertierte.
Die vorliegende Aufnahme vereint erstmals eine repräsentative Auswahl ihrer Chansons. Sopranistin Romana Amerling und Pianist Nobuo Watanabe nähern sich dem Repertoire aus einer historisch informierten Perspektive. Watanabe rekonstruierte und vervollständigte zahlreiche Werke auf Grundlage der überlieferten Manuskripte. Je nach Charakter der Stücke erklingen sie mit Klavier oder in kammermusikalischer Besetzung mit Klarinette, Kontrabass und Schlagzeug. Das Ensemble wird durch herausragende Musiker aus der Wiener Klassik- und Jazzszene ergänzt.
Romana Amerling vocals
Daniel Ottensamer clarinet
Nobuo Watanabe piano
Herbert Mayr bass
Sebastian Baumgartner drums
Mehr zu Romana Amerling - www.romana-amerling.com
NEUES ALBUM
Romana Amerling - "Henry Love - Hilde Loewe"
Veröffentlichung am 20.02.2026
Mit dem vorliegenden Album wird das Werk der Wiener Komponistin, Pianistin und Chanson-Autorin Hilde Loewe (1895–1976) erstmals in seiner Vielfalt und künstlerischen Bedeutung umfassend präsentiert. Sopranistin Romana Amerling und Pianist Nobuo Watanabe nähern sich dem Repertoire aus einer historisch informierten Perspektive.
Das Album versteht sich als musikalische Wiederentdeckung und als Beitrag zur Neubewertung einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit. Es macht eine Musik hörbar, die zwischen Unterhaltung und Kunst, Leichtigkeit und Tiefgang oszilliert – und die heute aktueller wirkt denn je.
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